Ausprobiert: Schlafkapsel von Stena Line auf Rostock – Trelleborg

Meine Heimatstadt Rostock mag zwar auf der Landkarte etwas abseits liegen. Als Skandinavien-Fan bietet sie aber einen großen Vorteil: die direkte Anbindung nach Dänemark und Schweden per Fähre.

Bislang bin ich auch die „lange“ Strecke nach Trelleborg immer nur tagsüber gefahren. Aber was tun, wenn bei einer Nachtfahrt die Kabinen so teuer sind und die Sitze so unbequem? Dafür bietet Stena Line nun eine interessante Alternative. Die Reederei hat sich beim japanischen Konzept der Kapselhotels bedient und Schlafkapseln auf der Fähre eingeführt. Wie ausgeruht man damit wirklich am Ziel ankommt, habe ich auf dem Weg nach Trelleborg getestet.

Transparenzhinweis: Die Überfahrt wurde auf eigene Kosten bezahlt und der Bericht auch ansonsten in keiner Weise von Stena Line beeinflusst.

Buchung

Mein eigentliches Ziel dieser Reise war nicht Trelleborg, sondern Göteborg. Die Fahrt über Nacht ermöglichte es (i.V.m. einer 3-stündigen Bahnfahrt durch Schweden), schon mittags dort anzukommen.

Zur Buchung hatte ich verschiedene Möglichkeiten verglichen und bin schließlich auf der norwegischen Website StenaLine.no gelandet. Durch einen vorteilhaften Wechselkurs war die Fahrt dort fast 20% günstiger als über die deutsche Seite. Dazu kam (wie auf der deutschen Seite) eine Rabattaktion mit 20% Rabatt bei Buchung einer gemeinsamen Hin- und Rückfahrt.

Insgesamt zahlte ich so nur 1.062 NOK = 94€ Gesamtpreis für die folgenden Fahrten im März 2025:

  • Hinfahrt (Tarif Economy) mit Schlafkapsel
    (22:30 – 05:40 Uhr, MS Skåne)
  • Rückfahrt (Tarif Flex) mit Schlafkapsel
    (15:00 – 21:00 Uhr, MS Skåne)

Es ist nicht so, als bräuchte ich tagsüber unbedingt eine Schlafmöglichkeit. Durch die Kombi aus günstigem Kabinenpreis tagsüber und 20% Rabatt bei gemeinsamer Buchung der Rückfahrt kostete sie mich aber nur 8€ Aufpreis. Also warum nicht.

Anreise und Check-in

Auch wenn der Fokus auf Autos und LKW liegt, so können fast alle Fähren von/nach Rostock auch als Fußgänger ohne Fahrzeug gebucht werden. Der Rostocker Seehafen ist zudem akzeptabel an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Von der Bushaltestelle Seehafen Fähre gibt es je zwei Buslinien nach Lütten Klein (S-Bahn) und Dierkower Kreuz (Straßenbahn) und mindestens einen 60-Minuten-Takt. Tief in der Nacht fährt nichts, aber da fahren auch keine Fähren, auf die man als Fußgänger käme.

In meinem Fall war ich wegen eines Streiks der RSAG fast 3 Stunden eher am Hafen. Normalerweise ist das aber weder nötig noch empfehlenswert. Ein Check-in ist für Fußgänger bis 45 Minuten vor Abfahrt möglich. Dort heißt es: Personalausweis vorzeigen, Ticket entgegennehmen, fertig. Zumindest theoretisch. Ich wurde darauf hingewiesen, dass der erhaltene Kabinenschlüssel noch von der Rezeption an Bord aktiviert werden muss.

Generell gibt es in Rostock deutlich schönere Orte als den Seehafen. Es existiert zwar ein kleines Passagierterminal mit Metallbänken, Dönerladen und Toilette – aber angenehm geht anders. Das beginnt schon damit, dass es keine gut erreichbaren Steckdosen für Laptop und Co. gibt.

Das Passagierterminal des Rostocker Fährhafens

Boarding und Gepäck

30 Minuten vor Abfahrt werden die Fußpassagiere dann mit einem Bus übers Hafengelände gefahren. Im Gegensatz zu Scandlines nach Gedser wird nicht direkt per Gangway in das Schiff geboardet. Stattdessen geht nach der Busfahrt mit Treppe oder Fahrstuhl zur Autorampe und dann übers Autodeck an Bord.

Stena Line hat die beiden Schiffe der Rostock-Strecke (Skåne und Mecklenburg-Vorpommern) erst vor wenigen Jahren renoviert. In diesem Zuge wurden auch die Schlafkojen eingebaut. Auch im Bereich der Rezeption ist das noch gut zu erkennen. Vor der Pandemie waren die Schiffe sehr abgenutzt, aktuell sind sie angenehm. Da die Fußpassagiere unter den Ersten an Bord sind, konnte ich dort ohne Wartezeit meine Zimmerkarte umtauschen.

Die Ausschilderung der Schlafkojen ist bescheiden und ich musste erst an der Rezeption nach dem Weg fragen. Ich fand sie dann zwischen Rezeption und Restaurant auf Deck 9 vor.

Eingang zu den Schlafkapseln und Schließfächer

Zunächst musste ich aber irgendwie mein Gepäck loswerden. Zu jeder Schlafkapsel gehört ein Schließfach, das sich kontaktlos mit dem Zimmerschlüssel öffnen lässt. Dort ist Platz für einen mittelgroßen Rucksack, aber mein Koffer passte nicht hinein. Was also tun? Der Mitarbeiter an der Rezeption bot zwei Möglichkeiten an:

  1. Ich nehme den Koffer mit in den Bereich mit den Schlafkapseln. Der ist abgetrennt und nur von Kapselgästen mit Zimmerkarte begehbar. Eigentlich ist die Mitnahme von Gepäck dorthin allerdings nicht vorgesehen.
  2. Ich lasse den Koffer bei ihm an der Rezeption stehen und hole ihn kurz vor der Ankunft wieder ab.

Letztlich entschied ich mich für Option 2 und hatte dabei keinerlei Probleme.

DIe Schließfächer sind praktisch, aber könnten größer sein

Die Schlafkapsel

Der Bereich mit den Schlafkojen ist durch eine (Glas-)Wand vom Rest des Schiffs abgetrennt. Von den Kapseln im Inneren sind je zwei übereinander angeordnet. Der Eingang befindet sich je nach Kabine entweder an der Seite oder im Fußbereich.

Die Grundfläche beträgt ca. 2 x 1 Meter und jede Kapsel ist auch etwa einen Meter hoch. Das reicht selbst bei meiner Größe gerade noch, um aufrecht zu sitzen. Für Klaustrophobiker ist das Ganze nichts. Insgesamt ist die Schlafkapsel aber deutlich geräumiger als beispielsweise eine Liege im Nachtzug (die neuen ÖBB Schlafkapseln fehlen mir noch).

Eine der Kapseln mit Eingang zur Seite

Die Kapsel ist nicht wirklich dazu gedacht, sich dort im Wachzustand längere Zeit aufzuhalten. So gibt es zwar eine USB-Ladebuchse (Typ A), aber keinen Tisch und auch keine Steckdose. Wer also nach dem Schlafen noch ein wenig arbeiten, lesen o.ä. möchte, wechselt vermutlich lieber an einen Tisch im Bordrestaurant.

Ich habe eigentlich nur eine Sache schmerzlich vermisst: Ablagemöglichkeiten. Es gibt keinerlei Haken, Regalflächen oder Ähnliches. Schon ein paar Haken oder Netze am Kabinenrand würden helfen, dass man zumindest Hose, Hemd und Co aufhängen kann. So habe ich sie dann nachts neben mir auf die Matratze gelegt, da ich keine Lust hatte, nochmal zum Schließfach zu laufen.

Schlafkomfort

Auch wenn das Ganze etwas Hostelcharakter hat, so sind die Bettsachen bereits bezogen. Es gibt ein Laken und ein Kissen, aber keine richtige Decke. Abgedeckt wird sich standardmäßig nur mit einem weiteren Stofflaken. Falls euch zu kalt ist, liegen im Bereich der Kapseln dicke Wolldecken aus.

Bei Bedarf liegen Decken aus

Gebraucht habe ich die allerdings nicht. Selbst mit dem dünnen Laken war es vielmehr schon etwas zu warm in der Kapsel und ich habe mir eine Möglichkeit gewünscht, die Temperatur regeln zu können. Generell war die Luftqualität nicht besonders gut.

Es hat etwas gedauert, bis ich eine angenehme Schlafposition gefunden habe, bei der die Füße nicht den Vorhang unten berühren (ich hatte eine Kapsel mit Vorhang nach auf der kurzen Seite). Schließlich hat es aber gut geklappt. Ich habe auf der 7-stündigen Überfahrt insgesamt 5 Stunden schlafen können, bis eine laute Ansage kam, dass der Bordshop in Kürze schließt. Dazwischen bin ich nur zwei, dreimal kurz wach geworden.

Man ist aber etwas auf das Mitwirken der Mitreisenden angewiesen. Um 1 Uhr nachts hatte eine deutsche Reisegruppe sich kurz laut unterhalten, ansonsten war es bemerkenswert ruhig.

Der Schlafkomfort der Kapsel war in Summe durchaus gut und besser als in nahezu jedem Business-Class-Sitz im Flugzeug.

Kapsel oder Kabine?

Wie eingangs beschrieben, hatte ich für die Rückfahrt ebenfalls eine Schlafkapsel gebucht. Zu meiner Überraschung erhielt ich an Bord dann aber keine Kapsel, sondern ein kostenloses Upgrade in eine 4er Innenkabine. Offenbar waren die tagsüber so schlecht gebucht, dass Stena Line tagsüber keine Lust hatte, den Bereich mit den Kapseln zu öffnen bzw. zu reinigen.

So kann ich nun kurz die Schlafkapsel mit einer Innenkabine vergleichen. Es ist ein etwas unfairer Vergleich, denn die Kabine ist schon von der Grundfläche her mindestens viermal so groß und das Konzept unterschiedlich. Das Bett selbst ist in der Kabine schmaler als in der Kapsel – aber nicht so eng, dass es unangenehm wäre.

Letztlich ist der Preis der wichtigste Faktor für die Entscheidung. Ist man alleine unterwegs, kostet eine Schlafkapsel teilweise nur ein Drittel der Privatkabine. Ab zwei Personen wird die eigene Kabine dann zunehmend attraktiver, alleine durch die zusätzliche Privatsphäre.

Ein weiterer, wichtiger Faktor: Selbst die kleinste Kabine bietet ein eigenes Badezimmer mit Toilette und Dusche. Als Schlafkapsel-Passagier gibt es leider keine Möglichkeit, zu duschen.

Eindrücke der MS Skåne

Es gibt Fährschiffe, die sich an Bord anfühlen wie kleine Kreuzfahrtschiffe. Beispielsweise auf der Strecke Helsinki – Tallinn. Bei Stena Line ist das nicht so. Die MS Skane fühlt sich durchweg an wie eine Fähre – aber seit der Renovierung zumindest etwas moderner als früher.

Bei Überfahrten tagsüber verbringe ich in der Regel die ganze Zeit im Restaurant. Steckdosen gibt es dort zwar nicht viele, aber man findet eigentlich immer einen freien Tisch.

Sitze im Restaurant

Speisen an Bord ist relativ teuer, aber bezahlbarer als bei Scandlines. Ein belegtes Brötchen gab es für umgerechnet 4€, einen Salat mit Huhn oder Shrimps für rund 15€.

Auswahl an kalten Snacks

Auf der Nachtüberfahrt ist mir noch die Pet Lounge ins Auge gefallen. Eigentlich für Reisende mit Haustier gedacht, gibt es dort verschiedene Sitze mit Tisch und Steckdose. Reisende mit Haustier habe ich zumindest kurz vor Abfahrt keine gesehen, dafür hatten es sich dort ein paar andere Passagiere gemütlich gemacht.

Stena Line bietet zudem die Option an, einen Ruhesessel in einem abgetrennten Bereich zu reservieren. Das kostet ca. 8€ pro Richtung, aus meiner Sicht kann man sich das Geld allerdings sparen. Zum einen waren jederzeit genug Plätze frei, sodass man auch ohne Reservierung einen Platz findet. Zum anderen sind sie auch nicht viel bequemer als alle anderen Sitze und Sofas an Bord.

Auch das Außendeck ist ein sehr angenehmer Ort und insbesondere tagsüber empfehlen.

Natürlich gibt es auch einen Bordshop, in dem z.B. pfandfreie Getränke verkauft werden. Sonderliche Schnäppchen findet man dort leider nicht. Süßwaren und Co sind nicht ganz so teuer wie im Duty Free eines Flughafens, aber ähnlich teuer wie im Supermarkt. Ein 24er Träger Cola kostet beispielsweise rund 13€. Ich war ein paar Monate zuvor mit Scandlines nach Gedser gefahren und dort waren die Getränkepreise attraktiver.

Internet und Mobilfunk

Theoretisch gibt es an Bord kostenfreies WLAN. Das taugt aber allenfalls zum Messaging über WhatsApp und Co. Ich hatte von Fahrten mit TT-Line früher in Erinnerung, dass es quasi die ganze Reise über Mobilfunkempfang aus Deutschland oder Dänemark gibt.

Diesmal war das aber nicht so. Zum einen gibt es von Stena Line ein eigenes Mobilfunknetz von Telenor Maritim. Der Sinn dessen besteht aus meiner Sicht einzig darin, unbedarfte Nutzer abzuzocken. Smartphones wählen sich automatisch dort ein und für wenige Kilobyte wird dann ein maximal möglicher Betrag von 60€ berechnet, ehe die Verbindung stoppt. Vodafone lässt seine Kunden blindlings in die Kostenfalle tappen, während die Telekom die Verbindung automatisch kappt und nur auf aktives Zutun freischaltet.

Selbst Stena Line rät: Roaming lieber abschalten

Um überhaupt das Mobilfunknetz aus Dänemark testen zu können, habe ich eine Prepaid-eSIM verwendet (damit keine Abbuchung vom Vertrag möglich ist) und dann die manuelle Netzwahl verwendet. Es war allerdings selbst am Fenster zu nichts zu gebrauchen. Auf der Rückfahrt blieb mir somit nichts anderes übrig, als für knapp 6€ ein „Premium“-Internetpaket zu kaufen. Die Geschwindigkeit dessen war dann immerhin in Ordnung.

Fazit

Insgesamt ein angenehmes Erlebnis, das ich mir auch auf weiteren Fähren wünschen würde. Ich kam überraschend ausgeruht am Ziel an und noch dazu kostet die Schlafkapsel deutlich weniger als ein Hotel in Schweden. Schade nur, dass es keine Möglichkeit zum Duschen gibt.

Sonnenaufgang über Trelleborg, gesehen vom Außendeck der MS Skåne

Karaoke in Japan: Diese deutschen Lieder gibt es

Wer Japan besucht, wird dabei zwangsläufig am einen oder anderen Karaoke-Laden vorbei kommen. Als Außenstehender ohne Japanischkenntnisse sind die nicht immer sofort als solche zu erkennen. Aber neben großen Firmen wie Big Echo, Karaoke Kan und Co gibt es oft auch kleinere Anbieter in mittelgroßen Städten.

Der Ablauf ist dabei meist etwas anders, als man es von Karaoke-Parties in Europa gewohnt ist. In Japan (und anderen Ländern Asiens) werden primär private, mehr oder weniger schalldichte Räume vermietet. Die kann man dann alleine, zu zweit, zu dritt, … oder auch in größeren Gruppen besuchen.

Doch darum soll es hier nur am Rande gehen. Die Frage für diesen Beitrag war schlicht: Welche deutschen Lieder gibt es in japanischen Karaoke-Räumen?

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Erfahrungsbericht: Tagestour zur Geisterstadt Pyramiden auf Spitzbergen

Letzten Sommer (im Juli 2023) hatte ich eine Woche lang die Inselgruppe Spitzbergen besucht. Dazu wählte ich keine Kreuzfahrt, sondern ließ mich für 6 Nächte in einem Hotel im Ort Longyearbyen nieder. Von dort unternahm ich dann verschiedene (Halb-)Tagesausflüge mit lokalen Anbietern.

Der schönste davon war zweifelsohne die Bootstour in die „Geisterstadt“ Pyramiden. Geisterstadt in Anführungszeichen, weil die Stadt zwar im Jahr 2000 zunächst komplett verlassen wurde, sich mittlerweile aber wieder ein kleines Team um den Erhalt der Gebäude – und die Touristen dort – kümmert.

Nachfolgend ein ausführlicher Bericht des Tagesausfluges.

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Winter in Japan: Die „Schneemonster“ von Moriyoshi & Hakkoda

Nachdem ich Japan bereits zur Kirschblüten-Zeit und im Herbst bereist hatte, war es 2024 Zeit für etwas Neues. Als Winter-Fan zog es mich in den Norden des Landes in den Tiefschnee. Die Idee dahinter: Wenn es zu Hause schon so wenig Schnee gibt, dann eben im Urlaub.

Dieser Plan ist voll aufgegangen. Knapp zwei Wochen lang bin ich durch die Regionen Tohoku und Hokkaido gereist und habe bei Temperaturen zwischen 0° und -15° das Winterwunderland genossen.

Ein klares Highlight: Die Schnee-Monster, auf Japanisch juhyo. Das sind Bäume mit einer Schicht aus schockgefrosteten Eis und Schnee. Der Unterschied zu normalen, schneebedeckten Bäumen: Die Eisschicht bleibt über Wochen oder Monate bestehen und ist steinhart. Dadurch bilden sich die kuriosesten Formen aus – und so erinnert ein Baum schon mal an ein Monster.

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Reisebericht: Mit der Hanseatic Spirit durch die Antarktis (Tage 9 – 18)

Insgesamt 18 Nächte war ich im Dezember 2023 / Januar 2024 an Bord der Hanseatic Spirit. Die Antarktis-Reise war in etwa zweigeteilt: Die erste Hälfte verbrachten wir auf den Falklandinseln und im Naturparadies Südgeorgien. Im Anschluss ging es zu verschiedenen Zielen der Antarktis, wo wir noch einmal sechs volle Tage verbringen durften.

Auch in der Antarktis sollten wir unglaubliches Glück mit den Windverhältnissen haben: Es waren zehn Anlandungen bzw. Zodiac-Fahrten geplant und tatsächlich sind wir (mit nur kleinen Planänderungen) auch zehnmal von Bord gekommen. Nur der Sonnenschein hielt nicht bis zum Schluss. Aber lest – und vor allem seht – selbst in diesem dritten und letzten Teil des Reiseberichtes.

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Reisebericht Antarktis-Kreuzfahrt mit der Hanseatic Spirit: Drei wundervolle Tage in Südgeorgien (Tage 6 – 8)

Insgesamt drei Ziele stehen bei unserer Antarktis-Kreuzfahrt mit Hapag-Lloyd Cruises auf dem Plan. Nachdem wir Stanley (Falklandinseln) verlassen haben, geht es weiter nach Südgeorgien, schließlich in die Antarktis und irgendwann zurück nach Ushuaia.

Das ergibt dann die „große Expeditionsroute“ intensiv. Andere Reedereien fahren von Ushuaia direkt in die Antarktis und nach ein paar Tagen geht es auf gleichem Wege zurück. Dann verpassen sie aber ein großes Highlight, denn Südgeorgien hat mir mindestens so gut gefallen wie der antarktische Kontinent.

Nach dem ersten Teil über die Falklandinseln geht es an dieser Stelle um unseren Aufenthalt im Naturparadies Südgeorgien. An insgesamt 6 Stopps hatten wir die Möglichkeit, Pinguine, Robben und andere Vögel aus nächster Nähe zu betrachten.

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Reisebericht Antarktis-Kreuzfahrt mit der Hanseatic Spirit: Von Ushuaia bis Falkland (Tage 0 – 5)

Gerade einmal ein Jahr ist es her: Da stand ich im Dezember 2022 in Ushuaia und schaute neidig all den Schiffen hinterher, die sich von dort aus auf in die Antarktis machen. Auch ein paar neue Bekanntschaften waren schnell geknüpft, und so wurde meine Timeline kurz darauf mit Fotos von Pinguinen und Eisbergen geflutet.

Nun wird mir diese Ehre selber zuteil: Ich sitze aktuell an Bord der Hanseatic Spirit von Hapag-Lloyd Cruises, irgendwo zwischen den Falklandinseln und Südgeorgien. Ein guter Zeitpunkt, diesen Blog wieder etwas mit Leben zu füllen, nachdem er in den letzten Tagen eingeschlafen ist. Das liegt übrigens nicht daran, dass es nichts zu berichten gäbe – sondern vielmehr daran, dass ich gar nicht mehr dazu kam, all die spannenden Reisen zu verschriftlichen.

Nun ist ein Blog per Definition immer noch ein Tagebuch. Und genau daran möchte ich mich mal versuchen: Updates gibt es diesmal nur sporadisch auf Twitter und vielleicht Instagram, aber dafür (hoffentlich) regelmäßig an dieser Stelle.

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Reisebericht: Unter Pinguinen – Eine Woche Urlaub auf den Falklandinseln

Als ich vor einem Jahr das erste Mal auf die Falklandinseln aufmerksam wurde, hatte ich nicht damit gerechnet, die britischen Inseln im Südatlantik schon in naher Zukunft auf der Bucket List abhaken zu können. Schließlich zählen die Inseln jährlich nur rund 2.000 Touristen (Tagestouristen vom Kreuzfahrtschiff ausgenommen) und einer von denen zu sein, fühlte sich irgendwie unrealistisch an.

Aufgrund eines sehr guten LATAM-Angebots mit Hin- und Rückflügen für nur 600€ kam es anders und wir unternahmen im März 2019 eine Reise zu den Falklandinseln und nach Patagonien.

Was wir während unserer sieben Tage auf den Falklandinseln so erlebten, erzählt dieser Reisebericht.

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Das kostet Urlaub auf den Falklandinseln

Noch nie fiel es mir so schwer, die ungefähren Kosten einer Reise abzuschätzen wie vor unserem Urlaub auf den Falklandinseln. Die Unterkünfte sind (mit wenigen Ausnahmen) nicht im Internet buchbar, die Preistabelle für Inlandsflüge gibt es nur auf Anfrage und auch sonst gibt es nur wenige Informationen zum Preisgefüge.

Zwar werden die Falklandinseln jährlich von rund 60.000 Menschen besucht, allerdings handelt es sich dabei fast nur um Kreuzfahrt-Touristen, die mit den Preisen der Inseln höchstens im Souvenirshop und dem Supermarkt in Berührung kommen. Dazu kommt noch die Tatsache, dass von den rund 2.000 Flugreisenden im Jahr anscheinend fast alle ein Komplettpaket beim Veranstalter buchen, das dann bei 5.000€ und aufwärts beginnt.

Update Februar 2024

Die meisten hier erwähnten Preise sind Stand 2019 und somit nicht mehr besonders aktuell. Einzig die Preise im Supermarkt habe ich während einer Antarktis-Kreuzfahrt im Dezember 2023 kurz aktualisiert.

Aber es geht auch deutlich günstiger – meine Erfahrungen als Individualtourist aus März 2019:

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Reisebericht Fernando de Noronha – 5 Tage auf dem „Hawaii Brasiliens“

„Was macht man auf so ner Insel?“ frage mich ein Freund, als ich ihm im Oktober 2018 meine Standort-Angabe per Messenger schickte. Zu dieser Zeit befand ich mich gerade auf der brasilianischen Insel Fernando de Noronha und nutzte ein paar Minuten des langsamen Internets um zu schauen, was auf der Welt so abgeht.

Insgesamt fünf Tage verbrachten wir im Rahmen einer sowieso geplanten Brasilien-Reise auf der einzigen Hochsee-Insel Brasiliens. Sie liegt rund 350 Kilometer vom brasilianischen Festland entfernt im Südatlantik und ist vor allem unter Tauchern für die vielfältige Unterwasserwelt beliebt.

Trotzdem muss man natürlich kein Taucher sein, um das abgeschiedene Inselchen mit nur 3.000 Einwohnern wertschätzen zu können – aber lest selbst.

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